Samstag, 14. Juni 2014

Vögel in Südfrankreich

In einem zweiten Teil (-> Teil 1) möchte ich euch ein paar Vogelphotos aus Südfrankreich zeigen. Lukas hat ja in seinem Blog bereits sehr schöne Vogelaufnahmen von unserem Ausflug gezeigt (Teil 1, Teil 2). Da ich ja kein wirklicher Ornithologe bin, waren die orni-zentrischen Abschnitte unserer Exkursion sicher nicht so intensiv und furios wie für meine anderen beiden Mitreisenden. Dennoch waren die zu beobachtenden und teilweise auch fotografierten Arten auch für mich ein fantastisches Erlebnis. Die "echten" ornithologischen Kracher konnten wir nur beobachten bzw. dokumentarisch festhalten, dazu gehörten Blaumerle, Triel, Zwergflamingo und Mittelmeer-Raubwürger. Andere häufiger anzutreffende Arten konnten wir dann auch schöner fotografisch festhalten. Für mich zählten sicherlich die Seeregenpfeifer, Haubenlerche, Brachpieper und Stelzenläufer zu den Highlights.
Nachdem wir in den Cevennen relativ viele Makros machten, wurde in der Camargue beinah ausschließlich das Großwild fotografiert. Tolle Arten und gutes Licht machten es nicht schwierig an der Kamera zu bleiben. Trotzdem war ich manchmal auch etwas ideenlos und wenig kreativ.
In einem dritten Blogpost werde ich Naturfotos aus Südfrankreich veröffentlichen, die weder Insekten noch Vögel zeigen.

Stelzenläufer (Himantopus himantopus)
630mm (KB), f/10, 1/4000s, ISO800
Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus) und Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta)
420mm (KB), f/8, 1/640s, ISO200
420mm (KB), f/8, 1/8000s, ISO200
Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus)
420mm (KB), f/8, 1/8000s, ISO100
420mm (KB), f/8, 1/8000s, ISO100


420mm (KB), f/8, 1/8000s, ISO800
Nachtreiher (Nycticorax nycticorax)
630mm (KB), f/8, 1/400s, ISO800
Seidenreiher (Egretta garzetta)
300mm (KB), f/10, 5s, ISO200
300mm (KB), f/5.6, 1.3s, ISO800
Stelzenläufer (Himantopus himantopus)
630mm (KB), f/10, 1/125s, ISO800
Seidenreiher (Egretta garzetta)
630mm (KB), f/10, 1/320s, ISO800
Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus)
630mm (KB),  f/8, 1/800s, ISO250
Stelzenläufer (Himantopus himantopus)
630mm (KB),  f/8, 1/1000s, ISO400
Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus)
630mm (KB),  f/8, 1/3200s, ISO800
Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus)
630mm (KB),  f/8, 1/800s, ISO800
630mm (KB),  f/8, 1/800s, ISO800
630mm (KB), 1/250s, f/9, ISO800
630mm (KB), 1/1250s, f/10, ISO800
Braune Sichler (Plegadis falcinellus)
630mm (KB), 1/1600s, f/8, ISO250

Seidensänger (Cettia cetti)
630mm (KB), 1/250s, f/7.1, ISO800

Seidensänger (Cettia cetti)
630mm (KB), 1/800s, f/7.1, ISO800
Grauammer (Emberiza calandra)
630mm (KB), 1/3200s, f/5.6, ISO800

Donnerstag, 22. Mai 2014

Gelber Frauenschuh - die Dritte

Mittlerweile könnte man schon fast von einer Serie sprechen. Schließlich ist das nun schon der dritte Blogpost zum Thema Gelber Frauenschuh. Bereits 2011 und 2013 gabs dazu hier was zu sehen und zu lesen. Im ersten Blogpost hatte ich ja einiges zu den Pflanzen selbst geschrieben und würde nun auch, was Biologie, Verbreitung und Gefährdung angeht, wieder darauf verweisen. 

Ich möchte kurz etwas zu meiner Motivation schreiben, die mich immer wieder in den Bann dieses Motives zieht: Ich war die letzten vier Jahren in drei Jahren bei dem gleichen Standort und habe die Pflanzen fotografiert. Zum einen ist das Subjekt (also der Frauenschuh) ein sehr anspruchsvolles Motiv ist, was nicht einfach zu knipsen geht. Zum anderen finde ich dabei faszinierend, dass jedesmal sehr unterschiedliche Bilder entstehen. Natürlich ist jedes Jahr ein bisschen anders, die Pflanzen stehen anders, das Wetter ist anders und das Licht ist auch anders. Weiterhin spannend ist, dass das Motiv nur einmal im Jahr verfügbar ist, das heißt der Abstand zwischen den Aufnahmen ist ein längerer Zeitraum, in dem man sich fotografisch weiterentwickelt und durch neue Einflüsse geprägt wird. So entstehen Aufnahmen von dem gleichen Motiv die stark von einander differieren und immer wieder eine fotografische Herausforderung darstellen. Neben der sozialen Komponente sich mit alten Fotokumpels zu treffen ist das Frauenschuhfotografieren für mich ein guter Indikator, dass ich mich weiterentwickle und neue Ideen umsetze. Im Moment klappt das auf jeden Fall ganz gut.

Alle Bilder werden sicher nicht jedem gefallen, müssen sie auch nicht, schließlich probiert man auch ein paar Sachen aus. Meine Favoriten sind die ersten beiden Bilder. Die defokussierten Aufnahmen polarisieren sicher am meisten :-) Ganz zum Schluss findet ihr noch einen Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis) der in dem Frauenschuhwald auch mit vielen Individuen zu finden ist. 

300mm, f/4, 1/15s, ISO200
150mm, f/2.8, 1/125s, ISO200
150mm, f/2.8, 1/125s, ISO400
150mm, f/2.8, 1/160s, ISO800
150mm, f/2.8, 1/1000s, ISO800
14mm, f/4, 1/125s, ISO800
300mm, f/4, 1/40s, ISO800
150mm, f/2.8, 1/160s, ISO400
150mm, f/2.8, 1/100s, ISO200
Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis)
300mm, f/5, 1/20s, ISO100

Dienstag, 6. Mai 2014

Insekten und so in Südfrankreich

Nun ist es schon zwei Wochen her, dass ich mit Joachim und Lukas in Südfrankreich unterwegs war. Es war eine anstrengende und erlebnisreiche, allerdings auch zu kurze Reise. Das Reiseprogramm kann als ambitioniert bewertet werden und gab uns wenig Zeit zum durchschnaufen. In vier vollen Tagen waren wir in den Cevennen, der Camargue und in der Crau. Hin- und Rückfahrt fand in der Nacht statt, wodurch wir durch das Fahren an den vier Tagen keine Zeit verloren.
In einem ersten Blogeintrag möchte ich ein paar Bilder von wirbellosen Tieren aus der mediterranen Region zeigen. Einige Arten wie den Graublauen Bläuling (Pseudophilotes baton) oder den Segelfalter (Iphiclides podalirius) kann man auch in Deutschland finden, jedoch sind diese nur sehr selten und räumlich stark begrenzt anzutreffen. Andere Arten wie den Europäischen Riesenläufer (Scolopendra cingulata) oder die Empuse (Empusa pennata) findet man in Deutschland nicht. 

Gelber Aurorafalter (Anthocharis euphenoides)
150mm, f/4.5, 1/320s, ISO400
Graublauer Bläuling (Pseudophilotes baton)
150mm, f/10, 1/60s, ISO400
Europäischer Riesenläufer (Scolopendra cingulata)
150mm, f/5, 1/320s, ISO800
Europäischer Riesenläufer (Scolopendra cingulata)
150mm, f/5, 1/500s, ISO800
Empuse (Empusa pennata)
150mm, f/3.5, 1/1250s, ISO200
"Lavendel-Widderchen" (Zygaena lavandulae)
150mm, f/5.6, 1/40s, ISO200
Empuse (Empusa pennata)
150mm, f/8, 1/60s, ISO160
Segelfalter (Iphiclides podalirius)
150mm, f/5, 1/2000s, ISO160
Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale)
150mm, f/6.3, 1/1250s, ISO800

Montag, 31. März 2014

Wilde Tulpe - Tulipa sylvestris

Am Wochenende hatte ich bei fantastischem Wetter die Möglichkeit wieder einmal einen Fotoausflug zu machen. Es sollte zusammen mit Magdalena, Lukas und Joachim zu unserem Fotokumpel Reini gehen, der uns zu einem ganz besonderen Weinberg führen sollte.
Ziel war eine Fläche in einem Weinberg, die uns durch ihre Schönheit den Atem anhalten lassen sollte. Ich hatte zwar Wilde Tulpen schon in Natura gesehen, dann waren es aber meist nur eine handvoll Individuen gewesen. Das was wir allerdings hier gezeigt bekamen, war grandios. Sicherlich mehr als 10.000 Pflanzen standen in Blüte und viele weitere dürften in den nächsten Tagen ihre Blüten öffnen. Der fantastische Duft der Pflanzen füllte den Raum und wir waren erstmal völlig erschlagen. Reini hatte uns nicht zuviel versprochen. Kurz darauf begannen wir unsere Fotosachen rauszuholen und versuchten die Pracht und Schönheit der Pflanzen im Sucher einzufangen. 

150mm, f/3.5, 1/800s, ISO100
300mm, f/4, 1/640s, ISO100
300mm, f/4, 1/640s, ISO100
Die Wilde Tulpe (Tulipa sylvestris) oder auch Weinbergs-Tulpe ist die einzige wildvorkommende Tulpenart in Deutschland. Allerdings wird sie als Neophyt angesehen, da sie wohl erst im 16.Jahrhundert als Zierpflanze nach Mitteleuropa eingeführt wurde und danach verwilderte. Ursprünglich stammt die Art aus dem Mittelmeerraum und ist mittlerweile in weiten Teilen Deutschlands verbreitet, jedoch überall selten. Schwerpunkte sind Mitteldeutschland, Unter- und Mittelfranken sowie Gebiete entlang der Elbe. 
Die Art ist bei uns in wärmebegünstigten Flächen zu finden, daher insbesondere auf Weinbergen. Bei zu starker Beschattung z.B. in Wädern blühen die Pflanzen nicht. 
Vor allem die Intensivierung der Landwirtschaft und die Begrünung von Weinbergen macht der Art zu schaffen. Die Wilde Tulpe wird als gefährdet auf den Roten Listen geführt. Heutige Vorkommen sollten also unbedingt erhalten werden und die Bewirtschaftung der Flächen möglichst nur mit geringfügigen Eingriffen in den Boden erfolgen.

Doppelbelichtung in der Kamera
300mm, f/4 + f/8, 1/125s, ISO100
ich bin mit der vorgefundenen Situation sehr zufrieden
14mm, f/5.6, 1/320s, ISO100
Lukas bei der Arbeit
300mm, f/4, 1/400s, ISO100
Gegen Abend schlossen sich die Blüten dann zusehends. Kurz bevor die Sonne dann verschwand gab es noch einen schönen roten Ball, der nicht einfach ins Bild zu integrieren war, da die Weinstöcke den freien Blick versperrten. Ein toller fotografischer Nachmittag mit grandiosen Motiven ging zu Ende.


300mm, f/4, 1/100s, ISO100
300mm, f/5.6, 1/100s, ISO400
300mm, f/4, 1/40s, ISO400

Freitag, 7. März 2014

Die ersten Amphibien sind schon unterwegs

Bereits seit einigen Tagen ist es nun schon wieder so weit...
Die ersten Amphibien sind wieder unterwegs. In Baden konnte ich letztes Wochenende Springfrosch (Rana dalmatina) und Grasfrosch (Rana temporaria) beobachten. Die Springfrösche hatten zum Großteil bereits abgelaicht und sind nun in ihrem Landlebensraum unterwegs. Auch bei den Grasfröschen fand ich bereits einige Laichballen, jedoch waren auch noch Tiere direkt im Gewässer zu finden. Den Laich von Gras- und Springfrosch zu unterscheiden ist einfach, da Springfrösche etwa faustgroße Laichballen einzeln um Halme legen, ganz im Gegensatz zu Grasfröschen die wesentlich größere Laichballen meist in Gruppen zusammen ablegen. So können mehrere Quadratmeter große Teppiche aus Laich entstehen.
Ebenfalls waren bereits Erdkröte (Bufo bufo), Teichmolch (Lissotriton vulgaris) und Nördlicher Kammmolch (Triturus cristatus) zu finden.  
In den meisten Ecken Deutschlands werden die meisten Tiere noch nicht am Laichgewässer gewesen sein, aber spätestens in den nächsten Tagen dürften die Dämme brechen und es wird viel Aktivität zu verzeichnen sein. 

Grasfrosch - Rana temporaria
150mm, 1/200s, f/5, ISO200
Springfrosch - Rana dalmatina
150mm, 1/50s, f/5, ISO400
Nördlicher Kammmolch - Triturus cristatus
150mm, 1s, f/13, ISO100
Nördlicher Kammmolch - Triturus cristatus
150mm, 1/20s, f/4, ISO100
Springfrosch - Rana dalmatina
150mm, 1/60s, f/5, ISO400
Grasfrosch - Rana temporaria
150mm, 1/640s, f/3.5, ISO200
Grasfrosch - Rana temporaria
150mm, 1/60s, f/5, ISO800

Freitag, 21. Februar 2014

Lebensraum Sandmagerrasen

Nachdem der Frühling vielleicht dieses Jahr doch schon bald beginnen könnte und dann auch neuer Fotonachschub zu erwarten ist, dachte ich suche ich mal ein paar Bilder aus meinem Archiv. Dieser Beitrag wurde bereits als Portfolio auf der GDT -Regionalgruppenseite XIII veröffentlicht.

Vor unserem Umzug wohnten wir etwa 10 Jahren in und um Erlangen. Einer der naturschutzfachlich bedeutendsten Elemente ist dort Sand, klingt erst mal komisch, lässt sich aber einfach erklären. Erlangen, Nürnberg, Fürth und weitere Städte liegen in der fränkischen Sandachse, das ist das Einzugsgebiet der Rednitz und Pegnitz sowie der daraus entstehenden Regnitz aber auch der meisten zufließenden Flüsse. Hier wurden durch die natürliche Dynamik der Flüsse über Jahrtausende Sande ans Land gespült und später durch den Wind verdriftet. So entstanden hochwertvolle Lebensräume wie der Sandmagerrasen. Dieser zeichnet sich durch seine Nährstoffarmut, geringe Wasserverfügbarkeit und thermische Begünstigung aus. Dadurch konnten sich in diesem Lebensraum verschiedenste Arten in Mitteleuropa halten, welche zu Zeiten anderer Klimabedingungen eingewandert waren. Leider wurde der Wert dieser Sandfläche lange unterschätzt fielen Aufforstungen, Flächenverbrauch oder Überdüngung zum Opfer. Andere gingen durch Sukzession verloren, denn natürlicherweise existieren so offene Lebensräume in Mitteleuropa so gut wie nie dauerhaft. Sie entstanden durch die natürliche Dynamik der Flüsse und Stürme und wuchsen auch irgendwann wieder zu, allerdings entstanden sie auch immer wieder aufs Neue, wie ein sich immer wieder veränderndes Mosaik. Eine solche natürliche Dynamik existiert in Mitteleuropa nicht mehr.

Jedoch gibt es u.a. in Mittel- und Oberfranken noch einige Restflächen. Unter anderem deswegen, weil nicht wenige Flächen lange militärisch genutzt und so offengehalten wurden.Ein solches Beispiel ist im Tennenloher Forst im Reichswald zu finden. Die zum Naturschutzgebiet erklärten Flächen werden nun in großen Teilen durch Przewalski-Pferde offen gehalten. Diese dauerbeweideten Flächen sind eingezäunt, allerdings gibt es auch außerhalb und entlang der Wege sehr viel zu entdecken. Hochinteressante Tier- und Pflanzenarten sind hier zu finden. An vielen morgendlichen Ausflügen entstanden zahlreiche Bilder, insbesondere von Insekten, die ich nachfolgend zeigen möchte.

Equus ferus przewalskii -  Przewalski-Pferd
75mm (KB), 1/100s, f/8, ISO200

Amara aulica - Glänzender Kanalkäfer
225mm (KB), 1/3s, f/13, ISO250, 1 EV

Zygaena carniolica - Esparsetten-Widderchen
225mm (KB), 1/3s, f/10, ISO100

Bembecia ichneumoniformis - Hornklee-Glasflügler
225mm (KB), 1.1s, f/13, ISO100, 2/3 EV

Machimus rusticus - Schlichte Raubfliege
225mm (KB), 1s, f/16, ISO100, 1 EV

 Melitaea athalia - Wachtelweizen-Scheckenfalter
225mm (KB), 1/4s, f/10, ISO100

 Machimus arthriticus - Seiden-Raubfliege
225mm (KB), 1/6s, f/13, ISO100

Leptidea sinapis Komplex - Tintenfleck-Weißling
225mm (KB), 1/40s, f/4, ISO100

Zygaena filipendulae - Blutströpfchen
225mm (KB), 1/10s, f/10, ISO400, 2/3 EV

Machimus chrysitis - Gold-Raubfliege
225mm (KB), 1/3s, f/8, ISO200, 1 EV

 Melitaea athalia abarant - Wachtelweizen-Scheckenfalter
225mm (KB), 1/50s, f/8, ISO200

 Polyommatus icarus - Hauhechelbläuling
225mm (KB), 1/50s, f/8, ISO200