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Freitag, 19. Dezember 2014

Jahresphotoresümee 2014 oder Adentskalender - 19/24

Im 19. Teil des Adventskalenders gibts wieder einmal eine Rückschau auf einen Blogartikel von diesem Jahr. Genauer gesagt dem dritten Teil einer kleinen Serie, somit verweist dieses Bild nicht nur auf einen Blogpost sondern gleich auf drei. Der Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus) ist die größte heimische Orchideenart und gleichzeitig eine der hübschesten. Die Möglichkeiten die Pflanze auf unterschiedlichste Weise im Bild einzufangen fasziniert und wird mich sicher auch in den nächsten Jahren umtriebig halten.

300mm, f/4, 1/15s, ISO200
Bis morgen!

Donnerstag, 22. Mai 2014

Gelber Frauenschuh - die Dritte

Mittlerweile könnte man schon fast von einer Serie sprechen. Schließlich ist das nun schon der dritte Blogpost zum Thema Gelber Frauenschuh. Bereits 2011 und 2013 gabs dazu hier was zu sehen und zu lesen. Im ersten Blogpost hatte ich ja einiges zu den Pflanzen selbst geschrieben und würde nun auch, was Biologie, Verbreitung und Gefährdung angeht, wieder darauf verweisen. 

Ich möchte kurz etwas zu meiner Motivation schreiben, die mich immer wieder in den Bann dieses Motives zieht: Ich war die letzten vier Jahren in drei Jahren bei dem gleichen Standort und habe die Pflanzen fotografiert. Zum einen ist das Subjekt (also der Frauenschuh) ein sehr anspruchsvolles Motiv ist, was nicht einfach zu knipsen geht. Zum anderen finde ich dabei faszinierend, dass jedesmal sehr unterschiedliche Bilder entstehen. Natürlich ist jedes Jahr ein bisschen anders, die Pflanzen stehen anders, das Wetter ist anders und das Licht ist auch anders. Weiterhin spannend ist, dass das Motiv nur einmal im Jahr verfügbar ist, das heißt der Abstand zwischen den Aufnahmen ist ein längerer Zeitraum, in dem man sich fotografisch weiterentwickelt und durch neue Einflüsse geprägt wird. So entstehen Aufnahmen von dem gleichen Motiv die stark von einander differieren und immer wieder eine fotografische Herausforderung darstellen. Neben der sozialen Komponente sich mit alten Fotokumpels zu treffen ist das Frauenschuhfotografieren für mich ein guter Indikator, dass ich mich weiterentwickle und neue Ideen umsetze. Im Moment klappt das auf jeden Fall ganz gut.

Alle Bilder werden sicher nicht jedem gefallen, müssen sie auch nicht, schließlich probiert man auch ein paar Sachen aus. Meine Favoriten sind die ersten beiden Bilder. Die defokussierten Aufnahmen polarisieren sicher am meisten :-) Ganz zum Schluss findet ihr noch einen Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis) der in dem Frauenschuhwald auch mit vielen Individuen zu finden ist. 

300mm, f/4, 1/15s, ISO200
150mm, f/2.8, 1/125s, ISO200
150mm, f/2.8, 1/125s, ISO400
150mm, f/2.8, 1/160s, ISO800
150mm, f/2.8, 1/1000s, ISO800
14mm, f/4, 1/125s, ISO800
300mm, f/4, 1/40s, ISO800
150mm, f/2.8, 1/160s, ISO400
150mm, f/2.8, 1/100s, ISO200
Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis)
300mm, f/5, 1/20s, ISO100

Sonntag, 14. Juli 2013

Gelber Frauenschuh - die Zweite

Nun ist es schon wieder einen Monat her, dass ich mit einigen Freunden eine erneute Exkursion zu den Frauenschuhen in der Fränkischen Schweiz machte. Den Standort kannte ich bereits von vor zwei Jahren, ich hatte damals über diese Exkursion hier gebloggt. Diesmal wollten wir nicht nur einen Morgen bei den hübschen Orchideen verbringen, sondern auch einen Abend. Ein Teil von uns traf sich also schon mittags auf einem nahe gelegenen Zeltplatz. Nach kurzem Zeltaufbau ging es dann schon los zu den Frauenschuhen. Dieses Jahr waren es noch mehr Pflanzen als vor zwei Jahren, jedoch blühten sie gut drei Wochen später als 2011. Absolut eindrucksvoll so viele von diesen Pflanzen auf einmal zu sehen. Wir fotografierten von nachmittags bis abends und dann noch einmal morgens bis zum späten Vormittag. Insgesamt kamen ganz andere Aufnahmen zu Stande als beim letzten Mal. Natürlich hatte ich diesmal konkrete Vorstellungen was ich gern für Bilder umgesetzt hätte. Jedoch konnte ich nur die wenigsten Ideen verwirklichen, zu unterschiedlich waren die Bedingungen zur letzten Exkursion gewesen.

Zu den Pflanzen selbst hatte ich ja beim letzten Blogpost einiges geschrieben und würde nun auch, was Biologie, Verbreitung und Gefährdung angeht, darauf verweisen.

225mm, 1/50s, f/3.5, ISO200
18mm, 1/100s, f/5, ISO200
450mm, 1/50s, f/4.5, ISO200
225mm, 1/50s, f/4, ISO200
225mm, 1/50s, f/4, ISO200, Doppelbelichtung
18mm, 1/20s, f/8, ISO200
225mm, 1/320s, f/2.8, ISO200
225mm, 1/320s, f/2.8, ISO200
225mm, 1/400s, f/2.8, ISO200
225mm, 1/125s, f/2.8, ISO800
225mm, 1/13s, f/8, ISO200
225mm, 1/50s, f/3.5, ISO200
18mm, 1/160s, f/4, ISO200
225mm, 1/60s, f/4, ISO640
450mm, 1/30s, f/4, ISO200

Montag, 23. Mai 2011

Gelber Frauenschuh - Cypripedium calceolus

Sonntag stand wieder mal eine Exkursion der GDT Regionalgruppe XIV auf dem Plan. Ziel war die Fränkische Schweiz. An einem ausgesprochen schönen Morgen konnten wir in einem absolut beeindruckenden Frauenschuhbestand fotografieren. Das Licht war gut, der Wind manchmal etwas stark, aber insgesamt für die Beteiligten ein interessanter Ausflug, für die meisten (inkl. mir) war es der erste Versuch diese schöne und seltene heimische Orchidee zu fotografieren. Insgesamt bin ich mit den Ergebnissen nicht unzufrieden. Danke an Marcus und Stephan für die Organisation.  


150mm, 1/100s, f/2.8, ISO200, SVA, KFB

Die bis zu 60cm große Orchidee gehört sicher zu einer der prächtigsten die in Mitteleuropa zu finden sind. Wie bei fast alle heimischem Orchideen ist auch beim Frauenschuh das Vorkommen ganz stark von der Bodenqualität abhängig. So kommt diese nur auf stickstoffarmen bis mäßig stickstoffhaltigen Böden vor und wie der wissenschaftliche "Nachname" bereits verrät nur auf Kalk. Sie ist nirgends häufig und kommt großräumlich sehr verstreut vor (siehe Karte). Die Art ist in Mittel-, Nord-, Süd- und Osteuropa über Asien bis nach Japan zu finden (paläarktische Verbreitung).  
Verbreitung des Gelben Frauenschuhs in der EU25
Die allgemeine Stickstoffanreicherung z.B. durch die Luft ist somit ein langfristiges Problem für die Erhaltung der Bestände. In der Vergangenheit wurden viele Bestände durch Sammeln bzw. sogar Ausgraben der Pflanzen dezimiert. Da die Orchidee nur in lichten Wäldern vorkommt, ist auch eine forstliche Intensivierung problematisch, z.B. wenn die Wälder zu dicht werden und zu wenig Licht die Pflanzen erreicht. Ein richtig gewähltes Management bei wichtigen und großen Beständen kann somit entscheidend über Vorkommen, Erhalt oder Verlust sein.
Die Art ist in Deutschland auf der Roten Liste als gefährdet geführt und steht unter besonderem Schutz innerhalb der gesamten EU. Sie ist nach Anhang II der FFH-Richtlinie geschützt, d.h. für diese Art sind Schutzgebiete ausgewiesen in dem sie als Schirmart für verschiedene wertvolle Lebensräume und andere Arten dient, z.B. für urständige, alte Wälder. Der Schutz einer einzelnen Art nützt somit einer Vielzahl von Arten und Lebensgemeinschaften und trägt damit zum Erhalt der Biodiversität bei.

150mm, 1/20s, f/3.2, ISO200, SVA, KFB, Diffuser, Reflektor

150mm, 1/2s, f/13, ISO200, SVA, KFB


150mm, 1/50s, f/2.8, ISO200, SVA, KFB

150mm, 1/50s, f/3.5, ISO200, SVA, KFB, Diffuser

gestackt aus 3x 150mm, 1/60s, f/2.8, ISO200, SVA, KFB