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Freitag, 1. Februar 2019

Millionen von Bergfinken

Millionen von Bergfinken fanden sich Anfang 2019 erneut im südwestlichen Mitteleuropa ein. Diesmal gab es das Schauspiel an mehreren Plätzen zu beobachten. Die Schätzungen zur Anzahl kratzen an der zweistelligen Millionengrenze. Ich konnte diesem Schauspiel glücklicherweise auch diesmal mehrmals beiwohnen. Da es wenig Vergleichbares gibt, ist das Erlebnis aber schwer in Worte zu fassen. Bereits Anfang 2015 hatte ich einen Blogpost über die Bergfinken veröffentlicht. Diesmal war es nicht weniger eindrücklich. Bei dieser neuen Gelegenheit stellte ich aber auch zeitgleich während des Fotografierens Kameras auf, die Videos aufzeichneten.
Aus diesem Grund gibt es hier jetzt erstmal eine kleine zusammengestellte Show aus Videos und Bildern (die meisten sind von 2019) zu sehen. Ein gesonderter Post mit Fotos folgt dann in ein paar Wochen. 

Beim Anschauen solltet ihr auf jeden Fall den Ton einschalten und am besten mit Kopfhörern lauschen. Vollbild ist zu empfehlen und die Qualität sollte unbedingt auf 1080p stehen. 

Donnerstag, 5. Januar 2017

frozen

In den letzten Tagen im alten Jahr gab es um Karlsruhe herum eine äußerst feine Eiskunst zu beobachten. Diese blieb drei Tage lang, auch tagsüber sichtbar, da kein Sonnenstrahl zu sehen und auch kaum Wind vorhanden war. Am ersten Tag waren die Reifnadeln am grazilsten. Später wurden die Eiskristalle größer und gröber. Im neuen Jahr war der Zauber dann vorbei. Ich möchte hier Bilder vom ersten Tag zeigen, die feingliedrigen Reifstrukturen waren wunderschön anzuschauen und die Landschaft schon beinah märchenhaft verändert. 

4x 18mm, f/8, 1/125s, ISO200
18mm, f/4, 1/800s, ISO800
600mm, f/6.3, 1/80s, ISO800
600mm, f/6.3, 1/160s, ISO1600
35mm, f/8, 1/100s, ISO400
600mm, f/6.3, 1/200s, ISO800
600mm, f/6.3, 1/320s, ISO800
18mm, f/8, 1/40s, ISO200
18mm, f/8, 1/50s, ISO800
300mm, f/4, 1/400s, ISO800
18mm, f/7.1, 1/125s, ISO400



Donnerstag, 15. Dezember 2016

Adventskalender 15/24

Am 15. Dezember zieht ein frostiger Wind durch den Blog. Ende November Anfang Dezember fielen die Temperaturen schnell in ungewohnt niedrige Regionen und eine teilweise wunderschöne Schicht aus Eiskristallen überzog Pflanzen und Blätter. Ein sonst völlig triviales Motiv wird durch eine solch feine Eisschicht aufgewertet und versprüht eine wundervolle Ästhetik. Das Bild entstand spontan entlang meiner Fahrradstrecke und wurde daher wieder einmal mit dem Mobiltelefon geknipst.
iPhone 7
Bis Morgen!

Sonntag, 4. Dezember 2016

Adventskalender 04/24

Hinter dem vierten Türchen verbirgt sich eine besonders beeindruckende Singvogelart. Es handelt sich um den Finkenkönig, der den Namen wohl zurecht aufgrund seiner Größe trägt. Immerhin bringt er es auf bis zu 60g Gewicht und knackt mit Vorliebe Kirschkerne. Daher heißt der Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) auch Kirschkernbeißer. Während der Vegetationsperiode halten sich die Vögel eher in Wäldern auf und sind eher unauffällig. Im Winter wenn die Tiere sich zu kleineren Trupps zusammenfinden und auch vielmehr im Offenland umherstreifen kann man die Tiere beobachten und das eine oder andere Bild machen. Das Foto entstand bei meinem Kumpel Lukas an einer Winterfütterung.

900mm, f/6.3, 1/400s, ISO800
Bis Morgen!

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Schmetterlingshaus

In den Wintermonaten ist es schwierig Insekten zu fotografieren. Zwar gibt es ein paar Motive, wie z.B. Winterhafte (Boreus westwoodi) oder auch überwinternde Winterlibellen (Gattung Sympecma). Jedoch gibt es auch noch ein paar andere mehr oder weniger natürliche und deutlich wärmere Wege seine Ausrüstung nicht komplett einstauben zu lassen. Beispielsweise kann man Insektensammlungen besuchen und dort einige schöne Detailaufnahmen machen oder man besucht ein Vivarium oder ein Schmetterlingshaus. Zwar ist in den Schmetterlingshäusern die Vielfalt im Winter auch nicht so hoch wie im Sommer, aber zumindest sollten dort einige Arten unterwegs sein. Es gibt einige von diesen Häusern aber teilweise kann der Anfahrtsweg schon recht weit sein.
Das Artenspektrum kann an den einzelnen Standorten stark variieren, aber man trifft doch immer wieder die üblichen Verdächtigen. Nicht unattraktive und sehr häufige Arten sind z.B. die Vertreter der Gattung Caligo, die Bananenfalter. Die Gattung ist in Mittel- und Südamerika beheimatet und die Raupen entwickelten sich ursprünglich u.a. an  Helikonien. Mit der Einfuhr von Bananen nach Amerika fanden die Tiere auch neue Futterpflanzen, an denen sie sich schneller entwickeln.
Caligo sp. (Bananenfalter)
225mm | f/4 | 1.6s | ISO100 | SVA | KFA

Caligo sp. (Bananenfalter)
225mm | f/7.1 | 1/2s | ISO100 | SVA | KFA
Wie schon an den zweiten Bild des Bananenfalters zu sehen, ist eines der größten photographischen Probleme in einem Schmetterlingshaus die Umgebung. Die Tiere sitzen häufig an den künstlichen Futterplätzen und sind dann meist weniger fotogen. Ausserdem ist auch nicht selten der HG optisch nicht sehr schick oder es stehen irgendwelche Dinge (auch Besucher) im Weg.
Papilio rumanzovia (Scharlachroter Schwalbenschwanz)
225mm | f/3.5 | 0.4s | ISO100 | SVA | KFA

Parthenos sylvia  var. brown (Brauner Segler)
225mm | f/3.5 | 0.4s | ISO100 | SVA | KFA
Vor allem die wunderschönen Morphofalter stellen ein optisches Highlight in den Häusern dar. Die Gattung Morpho ist in Mittel- und Südamerika zu finden. Es sind etwa 80 Arten beschrieben und die meisten von ihnen sind auf der Oberseite zumindest teilweise leuchtend blau.

Die Morpho-Schmetterlinge sind so blau, dass sie sogar im dichten Regenwald - ihrer Heimat - aus der Entfernung von einem halben Kilometer zu sehen sind. Wissenschaftler haben deshalb begonnen, die verschiedenen Morpho-Schmetterlinge unter die Lupe zu nehmen. Ihre Entdeckung war unglaublich: Diese Schmetterlingsflügel enthalten kein einziges Farbpigment. Das brillante Blau wird durch optische Tricks aus Licht erzeugt.
Ein Blick durchs Mikroskop zeigt, daß die Morpho-Schmetterlinge keine glatte, metallische Oberfläche haben. Ihre Flügel sind aus Chitin und genauso aufgebaut wie die Flügel jedes anderen Schmetterlings: Sie bestehen aus präzise geordneten Schuppen, die nur einen Zehntel Millimeter groß sind. Bei näherer Betrachtung sind auf den einzelnen Schuppen Rillen zu erkennen, doch erst unter dem Elektronenmikroskop zeigen sich die feinen und entscheidenden Details. Die Rillen sehen aus wie unzählige Reihen von Christbäumen. Zwischen den einzelnen Bäumen ist Luft. Fällt Licht auf den Flügel des Schmetterlings, so wird ein Teil von der obersten Astreihe reflektiert, ein Teil von der nächsten und so weiter. Die Form bestimmt, welche Wellenlänge des Lichts reflektiert wird.
Die Messung der Reflektion durch Laserlicht beweist: Die Christbaum-Struktur des Schmetterlingsflügels reflektiert tatsächlich nur blaues und ultraviolettes Licht, und das in jede Richtung. Um so komplizierter die Struktur, um so brillanter das Blau. Morpho rhetenor, das Strahlendste, was die Natur je hervorgebracht hat, besitzt zwölf dieser reflektierenden Schichten. Dadurch ist die optische Interferenz, also die Verstärkung der Lichtwellen, extrem stark. (Quelle: 3sat, nano)
Morpho peleides (Blauer Morphofalter)
225mm | f/3.5 | 1/8s | ISO100 | SVA | KFA

Morpho peleides (Blauer Morphofalter)
225mm | f/4 | 1/5s | ISO100 | SVA | KFA

Morpho peleides (Blauer Morphofalter)
225mm | f/4 | 0.8s | ISO100 | SVA | KFA
Eine sehr schöne photographische Methodik begünstigt allerdings sogar das Fotografieren in einem Schmetterlingshaus. Detailaufnahmen  z.B. von den Flügeln mit ihren scheinbar unendlich vielen Schuppen stellen meiner Meinung nach eine schöne Möglichkeit dar. Die Tiere sind meist recht zahm, an Menschen gewöhnt und lassen den Photographen häufig auf wenige Zentimeter heran. So sind Detailaufnahmen möglich die in der Natur nur deutlich schwieriger zu realisieren sind.
Morpho peleides (Blauer Morphofalter)
225mm | f/4 | 0.8s | ISO100 | SVA | KFA | Ausschnitt

Papilio palinurus (Grüngestreifter Schwalbenschwanz)
225mm | f/4 | 0.8s | ISO100 | SVA | KFA
Mal abgesehen von potentiell tropfnasser Ausrüstung und möglicherweise wenig Photoausbeute, lohnt meines Erachtens ein photographischer Besuch in einem Schmetterlingshaus, man sollte jedoch nicht zu viel erwarten.