Posts mit dem Label Tagfalter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tagfalter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Adventskalender 14/24

Zum 14. mal öffnet sich nun ein Türchen im Adventskalender. Heute befindet sich eine ziemlich bekannte aber auch vom Aussterben bedrohte Tagfalterart dahinter. Der Rote Apollo (Parnassius apollo) kommt in Deutschland außerhalb der Alpen nur noch in wenigen Reliktpopulationen vor. Dieses Jahr war ich wieder einmal mit meinem Kumpel Benjamin bei einer der letzten süddeutschen Vorkommen. 2015 veröffentlichten wir in der NaturFoto einen Artikel über die imposante Art. Demnächst werde ich hier im Blog mal meine Bilder von der Art zusammengefasst veröffentlichen.

150mm, f/3.5, 1/500s, ISO100
Bis Morgen!

Freitag, 9. Dezember 2016

Adventskalender 09/24

Hinter dem neunten Türchen versteckt sich, wie gestern auch schon, eine häufige Tagfalterart, die jedoch seltener fotografiert wird, als es ihre Häufigkeit und Auffälligkeit vermuten lassen würden. Das Tagpfauenauge (Aglais io) ist wohl sicher mit dem Zitronenfalter zusammen der bekannteste heimische Tagfalter überhaupt. Zwar gibt es viele Bilder von der Art, aber die meisten sind eher dokumentarisch. Die Raupen entwickeln sich an Brennnesseln und die Falter findet man in Gärten, Parks und Waldrändern. Abends verschwinden die Tiere dann aber und ruhen nicht offen in bodennaher Vegetation wie so mancher anderer Falter. Daher findet man die Tiere quasi nie zu guten Lichtbedingungen, was es äußerst schwierig macht die Tiere anspruchsvoll zu fotografieren. Das gezeigte Bild ist von einem guten Bild zwar noch ziemlich weit entfernt aber zumindest schon mal ein Anfang...
150mm, f/4, 1/125s, ISO800
Bis Morgen!

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Adventskalender 08/24

Zum achten Dezember findet sich eine weitverbreitete Art im Adventskalender, die mir aber bisher in meinem Archiv fehlte. Tatsächlich gibt es in den meisten Artengruppen weitverbreitete Arten die nicht sehr häufig fotografiert werden. Unter den Tagfaltern gehört das Waldbrettspiel (Pararge aegeria) gemessen an seiner Häufigkeit eindeutig dazu. Die in weiten Teilen Europas zu findende Art gehört sicherlich nicht zu den auffälligsten und lässt sich meist nicht sehr gut freistellen. Viele kennen den Falter und haben ihn auch schon häufig auf Waldlichtungen hin und her flattern gesehen, aber lange bleibt er meist nicht an einer passenden Stelle sitzen. Nichtsdestotrotz oder vielleicht gerade deswegen sollte man sich als Naturfotograf auch solchen Arten annehmen. Nicht nur um eine Bildanfrage entsprechend bedienen zu können, sondern auch, um von der Art ansprechende Fotos zu produzieren. Eigentlich hab ich mich nämlich von den drei Tagfalterarten die auf 95% aller Schmetterlingsfotos zu sehen sind (von den Arten her) echt satt gesehen. Daher lohnt es sicherlich auch mal die Herausforderung anzunehmen und Arten zu knipsen die es einem auch etwas schwerer machen.

150mm, f/3.2, 1/2000s, ISO250
Bis Morgen!

Samstag, 1. Oktober 2016

Stippvisite im Wallis 2/2 - die Tierwelt und der ganze Rest

In einem Sammelsurium möchte ich euch die restlichen Bilder unseres Wallis-Ausflugs zeigen. Die Pflanzenwelt und den Hochalpen-Apollo stellte ich euch ja bereits in vorangegangenen Blogpost vor, nun ist die restliche Tierwelt dran und noch ein paar Detail und Landschaftsaufnahmen. Schwerpunkt bei den verbleibenden Bildern liegt auf den Faltern, die in ihrer Quantität (Abundanz) sowie in ihrer Qualität (alpha-Diversität) absolut beeindruckten. Viele, in den heimischen Gefilden hoch seltene Arten trafen wie in großen Mengen an. Aber natürlich gab es auch bei der restlichen Tierwelt viel zu entdecken. Wir fanden einige attraktive Arten, wie z.B. den Achtpunktigen Kiefernprachtkäfer mit seinen tollen Farben oder so eindrückliche Arten wie die Sibirische Keulenschrecke mit ihren verdickten Vorderschienen. Auch versuchte ich mich an meiner ersten Milchstraßenaufnahme, die dank Joachims Hilfe ganz ok wurde. Nun genug der Worte und viel Spaß beim Anschauen der Bilder!

Achtpunktige Kiefernprachtkäfer (Buprestis octoguttata)
150mm, f/4, 1/50s, ISO400
Weißdolch-Bläuling (Polyommatus damon) und eine unbestimmte Fliege
150mm, f/3.5, 1/100s, ISO250
Weibchen einer Sibirischen Keulenschrecke (Gomphocerus sibiricus)
150mm, f/4, 1/640s, ISO400
Männchen einer Sibirischen Keulenschrecke (Gomphocerus sibiricus)
150mm, f/8, 1/125s, ISO800
Ginster-Bläuling (Plebeius idas)
150mm, f/4, 1/800s, ISO400
Panorama aus 44 Aufnahmen
44x85mm, f/4, 1/1000s, ISO100
Wasser
300mm, f/20, 1/20s, ISO50
Gletscherdetail
300mm, f/8, 1/400s, ISO200
Gletscherdetail
300mm, f/8, 1/1600s, ISO200
Alpenmurmeltier (Marmota marmota)
420mm, f/5.6, 1/800s, ISO200
"Vielgestaltiger Ölkäfer" (Hycleus polymorphus)
150mm, f/5.6, 1/50s, ISO800
Männchen einer Schlichten Raubfliege (Machimus rusticus)
150mm, f/4, 1/200s, ISO800
Puppenhülle, wahrscheinlich von einem Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma)
mein erster Versuch eines Milchstraßenfotos
18mm, f/4, 25s, ISO3200
Hochmoor-Bläuling (Plebeius optilete)
150mm, f/4, 1/500s, ISO400
35mm, f/8, 1/200s, ISO400
Weißdolch-Bläuling (Polyommatus damon)
150mm, f/3.5, 1/250s, ISO400

300mm, f/8, 1/250s, ISO400
Dukatenfalter-Männchen (Lycaena virgaureae)
150mm, f/8, 1/250s, ISO800

Mittwoch, 24. August 2016

Der Hochalpen-Apollo

Eigentlich wollte ich in meinem nächsten Blogpost mal was zum Roten Apollo schreiben, aber ich kam in den letzten Wochen nicht dazu. In der Zwischenzeit war ich dann im Urlaub u.a. auch im Wallis. Dort klappte es dann, dass ich die nah verwandte Schwesterart es Roten Apollos fotografieren konnte, den Hochalpen-Apollo (Parnassius phoebus). Daher ziehe ich mal diesen Beitrag vor. Ein gesonderter Post zum Wallis wird auch noch folgen!

Hochalpen-Apollo während einer Regenpause mit dem Mont Collon im Hintergrund
20mm, f/8, 1/400s, ISO400
Einmal mehr war es Gregor, der Joachim und mir im Wallis den Lebensraum der eindrucksvollen Tiere zeigte. Meinen ersten Kontakt mit der Art hatte ich bereits vor vielen Jahren in den italienischen Seealpen. Leider gelangen mir damals keine Bilder da die Tiere äußerst nervös entlang eines steilen Bachs auf und ab flogen. So in etwa sollte es auch im Wallis sein, bis es relativ plötzlich anfing zu regnen. 
Bei viel zu viel Sonne kamen wir im Lebensraum der Gebirgsart an und konnten einige Tiere, meist aus größerer Entfernung beobachten. Sogar eine Eiablage beobachteten wir und Gregor fand nachher auch das abgelegte Ei. Nur ein vernünftiges Foto des Falters gelang nicht.

erstes Sichtung und das für Stunden einzige Foto der Art
150mm, f/3.5, 1/3200s, ISO250
ein frisch abgelegtes Hochalpen-Apollo-Ei ganz in der Nähe der Raupenfutterpflanze.
150mm, f/8, 1/250s, ISO800
Lebensraum des Falters inkl. der Raupenfutterpflanze des Fetthennen-Steinbrechs (Saxifraga aizoides) (gelb blühend)
150mm, f/4, 1/1600s, ISO800
Nach einer Weile gingen wir weiter. Mussten aber einige Stunden später aufgrund eines ziemlich schnellen Wetterumschwungs und immer stärker werdendem Regen wieder umkehren. Als wir erneut am Habitat des Alpenapollos vorbeikamen hörte es mit regnen auf und wir suchten nach ruhenden Tieren. Nachdem wir es schon fast aufgegeben hatten, rief Gregor "Ich hab einen!". Und tatsächlich da saß er, nun wo man es wusste, sah man ihn bereits aus einigen Metern Entfernung. 

Gefunden! ein ruhendes Exemplar.
Die Art ist in Europa nur oberhalb der Baumgrenze in den Alpen zu finden. Die Falter sind meist entlang von Gebirgsbächen und überschwemmten Wiesen anzutreffen. Hier findet er auch seine Raupenfutterpflanze den Fetthennen-Steinbrech (Saxifraga aizoides). Der Hochalpen-Apollo und der Rote Apollo sind eng verwandt und fliegen nur selten in den gleichen Höhenlagen. Der Rote Apollo ist eher in der tieferen Lagen zu finden. Im Gegensatz zum Roten Apollo hat der Hochalpen Apollo deutlich schwarz-weiß geringelte Fühler und meist auch auf den Vorderflügeln rote Flecken.


gut versteckt im Gras
150mm, f/3.2, 1/200s, ISO400
150mm, f/3.2, 1/500s, ISO400