Donnerstag, 24. Dezember 2015

Adventskalender 24/24

Heute ist Weihnachten und somit endet auch der diesjährige Adventskalender. Als Finale dachte ich mir, würde ein Bild oder eine Serie nicht ausreichen, schließlich gab es früher auch am 24. immer das größte Schokoladenstückchen im Adventskalender. Somit gibt es heute ein Füllhorn an Fotos zum fulminanten Abschluss. Genauer gesagt gibt es die Bilder auf meiner recht neuen Website zu entdecken. 
http://bittner-naturfoto.de
Hier findet ihr u.a. ein aktuelles Portfolio von mir sowie umfangreiche und thematisch sortierte Galerien. Die Website soll eine Ergänzung zum bestehenden Blog darstellen. Natürlich ist die Seite noch nicht endgültig fertig, hier fehlen z.B. noch eine Suche um bestimmte Arten zu finden. Der Inhalt wird regelmäßig aktualisiert und erneuert. 
Ich würde mich freuen, wenn ihr euch auf der neuen Seite etwas umschaut und im Archiv stöbert.



Abschließend möchte ich euch natürlich ein besinnliches Weihnachtsfest, schöne (hoffentlich freie) Tage und einen maximal guten Start ins neue Jahr wünschen. Des Weiteren möchte ich mich bei allen, die in den Adventskalender reingeschaut haben, bedanken und hoffe, dass ich das Interesse an meinem Blog wecken konnte und würde mich freuen, wenn ihr regelmäßig wieder reinschaut. 

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Adventskalender 23/24

Morgen ist Weihnachten und somit öffnet sich zum vorletzten Mal ein Türchen im Adventskalender. Diesmal gibt es ein stimmungsvolles Landschaftsbild welches am Rande eines kleinen Karsees im Schwarzwald entstand. Für einen kurzen Moment, als die Sonne zum ersten mal an diesem Tag über die Baumwipfel des Waldes spitzelte, beleuchtete sie die Baumgruppe direkt am See. Ein wunderbarer Moment der nur durch das Klicken unserer Kameras und gelegentliche Rufe von Zwergtauchern durchbrochen wurde. Fünf Minuten später war ein Großteil des Sees hell erleuchtet und der Tag begann. Ein wunderbarer Morgen.

50mm, f/2.8, 1/50s, ISO100
Bis morgen!

Dienstag, 22. Dezember 2015

Adventskalender 22/24

Im 22. Teil des Adventskalender soll es erneut um eine Art gehen, die häufiger auch in menschlicher Nähe zu entdecken ist. Zum einen sind die Tiere in wassergefüllten Fahrspuren auf land- und forstwirtschaftlichen Wegen zu finden oder aber auch in Steinbrüchen. Hieraus entstehen natürlich auch immer wieder Konflikte mit der Artenschutz. Mich begleitet die Gelbbauchunke (Bombina variegata) schon seit vielen Jahren und so habe ich auch schon lange vor dieser spannenden Art einen ausführlichen Blogpost zu widmen. Im kommenden Jahr ist damit durchaus zu rechnen.

18mm, f/5, 1/320s, ISO200
Bis morgen!

Montag, 21. Dezember 2015

Adventskalender 21/24

Hinter dem 21. Türchen findet sich ein Bild, was bei einem flüchtigen Blick gar keine Natur zeigt. Beim etwas genaueren Hinsehen entdeckt man dann doch die große Eule. Die Aufnahme ist keine zufällige, denn der Uhu (Bubo bubo) brütet schon mehrere Jahre in Folge in dieser Lagerhalle. In den letzten Jahren gibt es aus vielen Gegenden Beispiele dafür, dass der Uhu Brutplätze in menschlicher Nähe nutzt (z.B. an Brücken oder an und in Gebäuden) und dort seine Jungen erfolgreich aufzieht. Dieses Bild zeigt außerdem ein Beispiel dafür, dass die Natur in der Stadt immer mehr in den Fokus der Fotografen rückt. Teils positive innerstädische Entwicklungen, Flächenverluste im Offenland, modernere Jagd und viele weitere Faktoren führen dazu, dass einige Arten im menschlichen Umfeld nun wieder besser zurechtzukommen. Dies darf aber auf keinen Fall über die Biodiversitätsverluste und den Flächenschwund, unserer verbleibenden Natur in Mitteleuropa, der Kulturlandschaft hinwegtäuschen. Auch gibt es negative Beispiele von Kulturfolgern, die vor Jahrzehnten häufig und allgegenwärtig im menschlichen Umfeld waren und heute nur noch selten anzutreffen sind.  Vielmehr ist Fotografie in der Stadt nur ein weiterer Aspekt der vielen Facetten der Naturfotografie.

500mm (750mm KB), f/8, 1/2s, ISO200
Bis morgen!

Sonntag, 20. Dezember 2015

Adventskalender 20/24

Heute ist der vierte Advent, das 20. Türchen des Adventskalenders öffnet sich und zeigt ein Foto welches sicher durch seinen Minimalismus polarisiert. Wir fanden die Kleine Moosjungfer (Leucorrhinia dubia) am zeitigen Morgen an einer Binse festgehalten nahe eines Sees im Nordschwarzwald. Und genau dies ist auf dem Bild zu sehen: Libelle an Binse. Reduziert auf den minimalen Inhalt gefiel mir besonders die stimmige grafische Komposition der Linien im 16:9 Bildschnitt ohne hierbei den Aspekt der Farbe zu verlieren in Kombination mit der hübschen Silouette der Libelle.

150mm, f/4, 1/8000s, ISO800
Bis morgen!

Samstag, 19. Dezember 2015

Adventskalender 19/24

Zum 19. mal öffnet der diesjährige Adventskalender heute eine Tür. Diesmal habe ich ein Bild aus dem Herbst mitgebracht. Das diesjährige Pilzsammeljahr war schwierig, der Spätsommer und Frühherbst waren extrem trocken und kaum ein Pilz war zu finden. Wenn man überhaupt welche fand, dann waren sie bereits vertrocknet. Später regnete es dann doch und plötzlich explodierten die Fruchtkörper nur so aus dem Boden. Plötzlich fand man überall tolle Pilze, kurz darauf waren aber bereits viele verschimmelt. Schwierig eben. Trotzdem waren wir hin und wieder draußen, suchten und sammelten, so wie jedes Jahr, den ein oder anderen Pilz. Ein Highlight stellte sicherlich die Krause Glucke (Sparassis crispa) dar, die wir bei einem schönen Waldspaziergang fanden. Zwar war der Fruchtkörper nicht der Größte, aber an dem Pilz läuft man nicht so einfach vorbei. Also machte ich ein paar Fotos und dann nahmen wir ihn mit. Geschmacklich ist die Nadelholzart vielleicht unser bester Speisepilz!

24mm, f/5, 1/320s, ISO200
Bis morgen!

Freitag, 18. Dezember 2015

Adventskalender 18/24

Zum 18. Dezember finden sich heute gleich zwei Arten auf einem Bild wieder, die beide in Mitteleuropa typische Arten der offenen Kulturlandschaft sind. In ihren ökologischen Nischen unterscheiden sie sich deutlich, können allerdings, so wie man im Foto sieht, durchaus die gleichen Singwarten nutzen. Die Goldammer (Emberiza citrinella) ist bei uns immer noch eine häufige Art, die jedoch in den letzten Jahren in ihrem Bestand abnimmt. Beim Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola) sieht das zum Glück anders aus, zwar ist die Art deutlich seltener, ihr Bestand nimmt aber in den letzten Jahren deutlich zu. Bei einer morgendlichen Exkursion durch das Pfrunger-Burgweiler-Ried konnten wir die beiden beobachten, wie sie mit ihrem sehr unterschiedlichen Gesang den Morgen verschönerten. 

600mm (900mm KB), f/8, 1/500s, ISO800

Bis morgen!

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Adventskalender 17/24

Die Große Schiefkopfschrecke (Ruspolia nitidula) ist im heutigen 17. Teil des Adventskalenders zu finden. Bei dieser mediterranen Art scheint es sich um einen Gewinner des Klimawandels zu handeln. Die Art galt bis vor 20 Jahren als ausgestorben, dann wurde sie am Bodensee nachgewiesen. Danach breitete sich die Art mehr oder weniger stark aus und ist heute in Oberschwaben, am südlichen Oberrhein und in Rheinland-Pfalz zu finden. Die sich vegetarisch ernährende Langfühlerschrecke ist auf thermisch begünstiges und extensives Grünland angewiesen. In diesem Jahr konnte ich die attraktive Art, die ich bisher nur aus Büchern kannte, erstmalig fotografieren. Danke an Gregor für Zeigen!

150mm, f/3.5, 1/400s, ISO640
Bis morgen!

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Adventskalender 16/24

Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, ist ja ein zentrales Thema eines jeden Naturfotografen und genau darum soll sich der 16. Teil des Adventskalenders drehen. Insbesondere bei Insekten gibt es häufig enge Zeitfenster wann man die erwachsenen Tiere antrifft. Es geht aber noch wesentlich diffiziler, z.B. wenn man den Zeitpunkt abpassen möchte um bestimmte Libellenarten bei ihrer letzten Häutung zu beobachten. Dann sind es meist nur wenige Tage an denen man eine bestimmte Art beim Schlupf beobachten kann. Somit hatten wir schon ordentlich Glück als Joachim, Stefan und ich an einem Junimorgen im Schwarzwald duzenden Falkenlibellen (Cordulia aenea) beim Schlüpfen zuschauen konnten. Anfänglich fanden wir keine, dann eine, dann zwei und je mehr wir uns einschauten umso mehr sahen wir im hohen Gras und teilweise sogar auf Augenhöhe in den Bäumen. Auch wenn man schon vielen Libellen beim Schlupf zugesehen hat, ist es doch immer wieder ein Erlebnis die Tiere bei diesem heiklen Akt zu beobachten.

300mm, f/4.5, 1/80s, ISO200
Bis morgen!

Dienstag, 15. Dezember 2015

Adventskalender 15/24

Im 15. Teil des Adventskalenders bekommt ihr ein zufällig entstandenes Foto zu sehen. Am Ufer bei den Nutrias (Myocastor coypus) war Anfang November nur noch wenig weiteres tierisches zu sehen. Einige Enten tummelten sich ganz in der Nähe und gelegentlich flogen ein paar Zweiflügler durch die Gegend. Die Große Heidlibelle (Sympetrum striolatum) bemerkte ich vorort allerdings nicht. Erst beim Durchsehen am Rechner daheim stellte fest, dass ich zwei Protagonisten in diesem Bild eingefangen hatte. Wie eine Drohne schwebt die Libelle über dem Nager.

600mm, f/6.3, 1/1600s, ISO1000
Bis morgen!