Freitag, 11. Juli 2014

Strukturen, Farben, Formen und Pflanzen in Südfrankreich

Der Titel verrät die Idee des Blogeintrags bereits, hier handelt es sich um ein Sammelsurium von Fotos. In diesem dritten und letzten Blogpost unserer Südfrankreich-Exkursion 2014 möchte ich die nicht tierischen Fotos der Reise zeigen. Im ersten Teil ging es um Insekten und im zweiten Teil um die Vogelwelt. Aber natürlich gab es noch viel mehr zu sehen. So fanden wir gleich an unserem ersten Fotostop uns bisher unbekannte Orchideen in größerer Zahl (u.a. Gelbe Ragwurz) und konnten in wunderbaren Lichtsituationen verschiedene Motive umsetzen. Dazu dienten nicht nur 'klassische' Fotolocations, auch auf scheinbar unfotogenen Flächen fanden wir Fotomotive.  So hatte beispielsweise Joachim die initiale Idee den Hasenfuß-Wegerich, der auf dem Zeltplatz zu zig tausenden wuchs, motivisch einzufangen. Das quadratische Bild was ich hier zeige zählt zu einem meiner Lieblingsbilder der Reise.
Ich hoffe, dass im kommenden Jahr eine ähnliche Reise möglich ist und wir einige Bilder umsetzen können, die nun in unseren Köpfen sind, wir jedoch in diesem Jahr nicht realisieren konnten.
Viel Spaß beim Gucken!


Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea)
300mm, f/4, 1/160s, ISO100
Sonnenaufgang in den Cevennen
14mm, f/4, 1/100s, ISO100
Gelbe Ragwurz (Ophrys lutea)
300mm, f/4, 1/50s, ISO100
Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea)
300mm, f/4, 1/100s, ISO100
Risse im Boden
50mm, f/8, 1/320s, ISO200
Schilfwischer
420mm, f/32, 1/10s, ISO100
Hasenfuß-Wegerich (Plantago lagopus)
300mm, f/4, 1/250s, ISO100
Hasenfuß-Wegerich (Plantago lagopus)
420mm, f/5.6, 1/800s, ISO400
Wasser im Abendlicht
420mm, f/8, 1/320s, ISO400
Wind in der Crau
14mm, f/16, 1/10s, ISO100

Freitag, 27. Juni 2014

Im Wald der Schachtelhalme

Vor etwa einer Woche war ich mit der Familie und Freunden in einem wirklich sehr hübschen Wald an der Argen unterwegs. Hier fanden wir große Bestände von zwei Schachtelhalmarten (Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum) und Winter-Schachtelhalm (Equisetum hyemale)). Diese Pflanzen wirken nicht nur ursprünglich sie sind es auch. Sie sind die letzten Überbleibsel einer völlig anderen Zeit in der die Schachtelhalmverwandten riesige Wälder bildeten und in einer enormen Vielfalt den Großteil der Landpflanzen darstellten. Das Gros der Steinkohle entstand aus ihnen. Bis zu 30m Höhe und 1m Durchmesser erreichten die Größten von ihnen.  Zwar erreichen die heutigen Relikte nicht mehr diese Größe, aber in den Tropen sind immer noch zwei baumgroße Arten zu finden. Bei uns ist die größte Art maximal 2m hoch, die meisten allerdings deutlich kleiner und auch recht unscheinbar. Schließlich sind sie vor allem grün und bilden anders als höhere Pflanzen keine Blüten aus, durch die sie besonders auffallen würden. Nichtsdestotrotz  besitzen die Schachtelhalme eine Ästhetik, die man gern im Foto einfangen möchte. Ich hatte leider kein Makro mit dabei, daher arbeitete ich mit meinem 50mm 1.8 und dem 14mm 2.8. Für einige Bilder hätte ich mir zwar noch mein Makro gewünscht, allerdings bin ich mit der Ausbeute nicht unzufrieden, zumal die Fotos "nebenbei" entstanden.  

Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
50mm, f/2, 1/800s, ISO400
Winter-Schachtelhalm (Equisetum hyemale)
50mm, f/2.2, 1/160s, ISO800
Winter-Schachtelhalm (Equisetum hyemale)
14mm, f/4, 1/30s, ISO800
Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
14mm, f/4, 1/640s, ISO800
Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
14mm, f/8, 1/400s, ISO400
Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
14mm, f/4, 1/1000s, ISO800
Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
14mm, f/8, 1/125s, ISO400

Samstag, 14. Juni 2014

Vögel in Südfrankreich

In einem zweiten Teil (-> Teil 1) möchte ich euch ein paar Vogelphotos aus Südfrankreich zeigen. Lukas hat ja in seinem Blog bereits sehr schöne Vogelaufnahmen von unserem Ausflug gezeigt (Teil 1, Teil 2). Da ich ja kein wirklicher Ornithologe bin, waren die orni-zentrischen Abschnitte unserer Exkursion sicher nicht so intensiv und furios wie für meine anderen beiden Mitreisenden. Dennoch waren die zu beobachtenden und teilweise auch fotografierten Arten auch für mich ein fantastisches Erlebnis. Die "echten" ornithologischen Kracher konnten wir nur beobachten bzw. dokumentarisch festhalten, dazu gehörten Blaumerle, Triel, Zwergflamingo und Mittelmeer-Raubwürger. Andere häufiger anzutreffende Arten konnten wir dann auch schöner fotografisch festhalten. Für mich zählten sicherlich die Seeregenpfeifer, Haubenlerche, Brachpieper und Stelzenläufer zu den Highlights.
Nachdem wir in den Cevennen relativ viele Makros machten, wurde in der Camargue beinah ausschließlich das Großwild fotografiert. Tolle Arten und gutes Licht machten es nicht schwierig an der Kamera zu bleiben. Trotzdem war ich manchmal auch etwas ideenlos und wenig kreativ.
In einem dritten Blogpost werde ich Naturfotos aus Südfrankreich veröffentlichen, die weder Insekten noch Vögel zeigen.

Stelzenläufer (Himantopus himantopus)
630mm (KB), f/10, 1/4000s, ISO800
Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus) und Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta)
420mm (KB), f/8, 1/640s, ISO200
420mm (KB), f/8, 1/8000s, ISO200
Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus)
420mm (KB), f/8, 1/8000s, ISO100
420mm (KB), f/8, 1/8000s, ISO100


420mm (KB), f/8, 1/8000s, ISO800
Nachtreiher (Nycticorax nycticorax)
630mm (KB), f/8, 1/400s, ISO800
Seidenreiher (Egretta garzetta)
300mm (KB), f/10, 5s, ISO200
300mm (KB), f/5.6, 1.3s, ISO800
Stelzenläufer (Himantopus himantopus)
630mm (KB), f/10, 1/125s, ISO800
Seidenreiher (Egretta garzetta)
630mm (KB), f/10, 1/320s, ISO800
Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus)
630mm (KB),  f/8, 1/800s, ISO250
Stelzenläufer (Himantopus himantopus)
630mm (KB),  f/8, 1/1000s, ISO400
Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus)
630mm (KB),  f/8, 1/3200s, ISO800
Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus)
630mm (KB),  f/8, 1/800s, ISO800
630mm (KB),  f/8, 1/800s, ISO800
630mm (KB), 1/250s, f/9, ISO800
630mm (KB), 1/1250s, f/10, ISO800
Braune Sichler (Plegadis falcinellus)
630mm (KB), 1/1600s, f/8, ISO250

Seidensänger (Cettia cetti)
630mm (KB), 1/250s, f/7.1, ISO800

Seidensänger (Cettia cetti)
630mm (KB), 1/800s, f/7.1, ISO800
Grauammer (Emberiza calandra)
630mm (KB), 1/3200s, f/5.6, ISO800

Donnerstag, 22. Mai 2014

Gelber Frauenschuh - die Dritte

Mittlerweile könnte man schon fast von einer Serie sprechen. Schließlich ist das nun schon der dritte Blogpost zum Thema Gelber Frauenschuh. Bereits 2011 und 2013 gabs dazu hier was zu sehen und zu lesen. Im ersten Blogpost hatte ich ja einiges zu den Pflanzen selbst geschrieben und würde nun auch, was Biologie, Verbreitung und Gefährdung angeht, wieder darauf verweisen. 

Ich möchte kurz etwas zu meiner Motivation schreiben, die mich immer wieder in den Bann dieses Motives zieht: Ich war die letzten vier Jahren in drei Jahren bei dem gleichen Standort und habe die Pflanzen fotografiert. Zum einen ist das Subjekt (also der Frauenschuh) ein sehr anspruchsvolles Motiv ist, was nicht einfach zu knipsen geht. Zum anderen finde ich dabei faszinierend, dass jedesmal sehr unterschiedliche Bilder entstehen. Natürlich ist jedes Jahr ein bisschen anders, die Pflanzen stehen anders, das Wetter ist anders und das Licht ist auch anders. Weiterhin spannend ist, dass das Motiv nur einmal im Jahr verfügbar ist, das heißt der Abstand zwischen den Aufnahmen ist ein längerer Zeitraum, in dem man sich fotografisch weiterentwickelt und durch neue Einflüsse geprägt wird. So entstehen Aufnahmen von dem gleichen Motiv die stark von einander differieren und immer wieder eine fotografische Herausforderung darstellen. Neben der sozialen Komponente sich mit alten Fotokumpels zu treffen ist das Frauenschuhfotografieren für mich ein guter Indikator, dass ich mich weiterentwickle und neue Ideen umsetze. Im Moment klappt das auf jeden Fall ganz gut.

Alle Bilder werden sicher nicht jedem gefallen, müssen sie auch nicht, schließlich probiert man auch ein paar Sachen aus. Meine Favoriten sind die ersten beiden Bilder. Die defokussierten Aufnahmen polarisieren sicher am meisten :-) Ganz zum Schluss findet ihr noch einen Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis) der in dem Frauenschuhwald auch mit vielen Individuen zu finden ist. 

300mm, f/4, 1/15s, ISO200
150mm, f/2.8, 1/125s, ISO200
150mm, f/2.8, 1/125s, ISO400
150mm, f/2.8, 1/160s, ISO800
150mm, f/2.8, 1/1000s, ISO800
14mm, f/4, 1/125s, ISO800
300mm, f/4, 1/40s, ISO800
150mm, f/2.8, 1/160s, ISO400
150mm, f/2.8, 1/100s, ISO200
Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis)
300mm, f/5, 1/20s, ISO100

Dienstag, 6. Mai 2014

Insekten und co in Südfrankreich

Nun ist es schon zwei Wochen her, dass ich mit Joachim und Lukas in Südfrankreich unterwegs war. Es war eine anstrengende und erlebnisreiche, allerdings auch zu kurze Reise. Das Reiseprogramm kann als ambitioniert bewertet werden und gab uns wenig Zeit zum durchschnaufen. In vier vollen Tagen waren wir in den Cevennen, der Camargue und in der Crau. Hin- und Rückfahrt fand in der Nacht statt, wodurch wir durch das Fahren an den vier Tagen keine Zeit verloren.
In einem ersten Blogeintrag möchte ich ein paar Bilder von wirbellosen Tieren aus der mediterranen Region zeigen. Einige Arten wie den Graublauen Bläuling (Pseudophilotes baton) oder den Segelfalter (Iphiclides podalirius) kann man auch in Deutschland finden, jedoch sind diese nur sehr selten und räumlich stark begrenzt anzutreffen. Andere Arten wie den Europäischen Riesenläufer (Scolopendra cingulata) oder die Empuse (Empusa pennata) findet man in Deutschland nicht. 

Gelber Aurorafalter (Anthocharis euphenoides)
150mm, f/4.5, 1/320s, ISO400
Graublauer Bläuling (Pseudophilotes baton)
150mm, f/10, 1/60s, ISO400
Europäischer Riesenläufer (Scolopendra cingulata)
150mm, f/5, 1/320s, ISO800
Europäischer Riesenläufer (Scolopendra cingulata)
150mm, f/5, 1/500s, ISO800
Empuse (Empusa pennata)
150mm, f/3.5, 1/1250s, ISO200
"Lavendel-Widderchen" (Zygaena lavandulae)
150mm, f/5.6, 1/40s, ISO200
Empuse (Empusa pennata)
150mm, f/8, 1/60s, ISO160
Segelfalter (Iphiclides podalirius)
150mm, f/5, 1/2000s, ISO160
Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale)
150mm, f/6.3, 1/1250s, ISO800